Historie: Anlass der Tagung 2015

Die europäische Finanzkrise stellt Deutschland und die europäische Staatengemeinschaft vor völlig neue Herausforderungen, die klar zeigen, dass die klassischen Instrumente der Haushaltsplanung und Rechnungslegung an ihre Grenzen stoßen. Es wird immer deutlicher, dass die Fokussierung auf Zahlungsströme den Werteverzehr der Gebäude und der Verkehrsinfrastruktur, die Auswirkungen der übernommenen Pensionsverpflichtungen und insgesamt den Vermögensstatus der öffentlichen Gebietskörperschaften nicht abbildet. Auch die Finanzkrise in den deutschen Kommunen ist noch nicht überwunden, die nicht nur an einer weithin umfangreichen Inanspruchnahme von Kassenkrediten deutlich wird, sondern auch eine anhaltende Erosion des kommunalen Vermögens bedeutet. Dies stellt Legislative und Exekutive der Gebietskörperschaften wie auch deren Kreditgeber vor neue Fragestellungen und für sie gemeinsam zu lösende Aufgaben.

Die diesjährige Fachtagung soll vor diesem Hintergrund, insbesondere auch angesichts der sich abzeichnenden Harmonisierungsbestrebungen der Europäischen Kommission für eine standardisierte und vergleichbare öffentliche Rechnungslegung in Europa (EPSAS – European Public Sector Accounting Standards), die hier bestehenden Problemfelder thematisieren, die aktuell zu verzeichnenden Entwicklungen aufzeigen und zur Diskussion stellen.

Dabei soll der Schwerpunkt weniger auf der Fragestellung der vorgesehenen Einführung selbst, sondern mehr auf der inhaltlichen Problematik liegen, die in diesem Zusammenhang deutlich wird und angegangen werden muss. Diese soll sowohl aus wissenschaftlicher Sicht wie auch durch bereits vorhandene praktische Erfahrungen reflektiert werden.

Weiterführende Fachdokumente

Entwicklung der EPSAS
Produkthaushalt und Sachstand der Freien und Hansestadt Hamburg
Zeitschrift "Verwaltung und Management": Sonderheft zur Hamburger Fachtagung